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- Soll dein Hund überhaupt aufs Schützenfest oder Volksfest mitkommen?
- Was belastet Hundeohren auf dem Festplatz besonders?
- Ist Sommer-Feuerwerk ein kleines Silvester für deinen Hund?
- Wie sorgst du zu Hause für einen ruhigen Festtag?
- Was tust du, wenn es unvermeidbar ist?
- Und du selbst? Gehörschutz für dich auf dem Volksfest
- Wann sprichst du mit der Tierärztin oder dem Tierarzt?
- Häufige Fragen zum Hund auf Schützenfest und Volksfest
Das Wichtigste in Kürze
Das Schützenfest im Ort, die Kirmes auf dem Marktplatz, am Abend ein Feuerwerk über dem Festplatz: Für uns ist das ein schöner Sommertag, für viele Hunde ein Wechselbad aus Knall, Musik und Menschenmenge. Die kurze Antwort lautet: Lass deinen Hund nach Möglichkeit zu Hause, wo er es ruhig hat. Wenn das nicht geht, helfen Abstand, Aufsicht, Schatten und, nach vorheriger Gewöhnung, Gehörschutz. In diesem Ratgeber geht es um die Festsaison mit Hund. Mehr zum Thema Gehörschutz für Hunde findest du in unserem Themenbereich zu Hundegehörschutz.
Soll dein Hund überhaupt aufs Schützenfest oder Volksfest mitkommen?
Ehrlich gesagt: meistens nicht. Ein Festplatz ist für einen Hund eine Mischung aus allem, was seine Sinne überfordert. Sein Gehör ist deutlich empfindlicher als unseres, und er kann Geräusche nicht einordnen, die wir als „gehört zum Fest“ abhaken. Der Deutsche Tierschutzbund beschreibt für Silvester, dass Hunde durch ihr sensibles Gehör Knallgeräusche viel lauter wahrnehmen und sie nicht einordnen können. Das lässt sich auf jedes Fest mit Böllern übertragen.
Dazu kommen Gedränge, fremde Hände, Essensgerüche, Hitze und stundenlanges Warten. Auch ein sonst gelassener Hund kann an so einem Tag überfordert sein, ohne dass du es sofort merkst. Wenn du ihn gut zu Hause versorgen kannst, ist das fast immer die beste Entscheidung. Eine Hilfe bei dieser Frage ist der Beitrag „böllerfreies Silvester oder zu Hause bleiben“, dessen Überlegungen sich auf die Festsaison übertragen lassen.
Was belastet Hundeohren auf dem Festplatz besonders?
Auf einem Schützen- oder Volksfest kommen mehrere Lärmquellen zusammen, und jede hat ihre eigene Art von Belastung:
- Böllerschüsse und Salut: Je nach Verein gehören Salutschüsse oder Böller zum Programm. Das ist Impulsschall, also sehr kurz, sehr laut und ohne Vorwarnung. Genau das macht ihn für Hunde so schwer auszuhalten.
- Kirmes und Musikanlagen: Fahrgeschäfte, Lautsprecher und Schausteller beschallen den Platz oft stundenlang. Je näher du an den Boxen stehst, desto mehr kommt am Ohr an.
- Blasmusik und Menschenmenge: Blechbläser, Trommeln, Stimmengewirr und Applaus sind ein Dauerpegel mit Spitzen. Wie sich Alltagslärm für Hunde einordnen lässt, behandeln wir im Beitrag „Staubsauger, Baustelle, Straßenlärm: Alltagslärm für Hunde“.
- Feuerwerk am Abend: Knall, Lichtblitze und Brandgeruch auf einmal, oft erst spät und für Tiere nicht vorhersehbar.
Was ein sehr lauter Knall am Hundeohr anrichten kann, erklärt der Beitrag „Hörschaden beim Hund durch Böller und Schuss“. Wenn du mit einem Jagdhund oder Diensthund unterwegs bist, der Schüsse kennt, findest du die Besonderheiten im Beitrag „Gehörschutz für Jagdhunde und Diensthunde“. Ein Dorffest ist für diese Hunde keine Arbeitssituation, auch dort gilt: Abstand und Pausen.
Ist Sommer-Feuerwerk ein kleines Silvester für deinen Hund?
Aus Hundesicht ja. Auch im Sommer wird auf Stadtfesten, Schützenfesten und Hochzeiten Feuerwerk gezündet, oft spät am Abend und ohne dass der Hund sich darauf einstellen kann. Der Unterschied zu Silvester: Du erwartest es nicht, deshalb fehlt die Vorbereitung. Der Tierschutzbund empfiehlt für Silvester, Hunde schon Wochen vorher schrittweise an die Geräuschkulisse zu gewöhnen und an einem abgeschirmten Rückzugsort zu betreuen. Dasselbe Prinzip hilft im Sommer. Die Tipps dazu stehen im Ratgeber „Silvester mit Hund: die 10 Tipps“. Wie du Geräusche Schritt für Schritt übst, zeigt der Beitrag „Desensibilisierung: Hund an Feuerwerksgeräusche gewöhnen“.
Informiere dich, ob in deinem Ort ein Fest mit Feuerwerk ansteht. Oft hängen Plakate aus oder der Verein kündigt es an. Dann kannst du die Gassirunde auf den Nachmittag legen und den Abend zu Hause planen.
Wie sorgst du zu Hause für einen ruhigen Festtag?
- Gehe vor Beginn des Festes ausgiebig spazieren, abseits des Festplatzes, und bleibe dabei an der Leine.
- Richte einen abgeschirmten Rückzugsort ein, zum Beispiel einen abgedunkelten Raum oder eine offene Box.
- Schließe Fenster und lass leise Musik oder den Fernseher laufen. Der Tierschutzbund nennt Hintergrundgeräusche und geschlossene Fenster als Hilfe gegen den Lärm von draußen.
- Bleib in der Nähe und verhalte dich souverän. Übermäßiges Streicheln oder Zureden hilft dagegen nicht.
- Sorge dafür, dass dein Hund per Mikrochip gekennzeichnet und registriert ist. Der Tierschutzbund weist darauf hin, dass Hunde in Panik sich von der Leine losreißen und verirren können.
Kaufe oder suche keine Beruhigungsmittel auf eigene Faust. Wie sich solche Maßnahmen von Gehörschutz unterscheiden, steht im Vergleich „Beruhigungsmittel oder Gehörschutz: welche Maßnahme was leistet“. Die Entscheidung über Medikamente trifft deine Tierärztin oder dein Tierarzt.
Was tust du, wenn es unvermeidbar ist?
Manchmal geht es nicht anders: Der Hund kann nicht allein bleiben, das Fest findet direkt vor deiner Haustür statt, oder du bist Teil des Vereins. Dann gelten diese Regeln:
- Abstand: Bleib weit weg von Böllerstelle, Bühne, Lautsprechern und Fahrgeschäften. Wähle einen Platz am Rand, von dem aus du jederzeit gehen kannst.
- Leine: Sichere den Hund doppelt an Halsband und Geschirr und lass ihn nie frei laufen. Erschreckte Hunde laufen schnell los.
- Aufsicht: Lass den Hund keine Sekunde allein, auch nicht angebunden vor dem Festzelt.
- Hitze: Plane Schatten und frisches Wasser ein, meide die Mittagshitze und prüfe, ob dein Hund hechelt, sich hinlegt oder unruhig wird. Heißer Asphalt und ein voller Platz machen Hitze schlimmer.
- Ausstieg: Wenn dein Hund zittert, sich verkriecht, nicht mehr frisst oder ständig hechelt, gehst du sofort. Ein Fest ist es nicht wert, ihn zu überfordern.
Bei dieser Variante kann Gehörschutz ein Baustein sein, aber nur, wenn dein Hund ihn vorher kennt. Ein neuer Gehörschutz am Festtag selbst ist keine gute Idee. Wie du ihn schrittweise gewöhnst, steht im Ratgeber „so gewöhnst du deinen Hund an den Gehörschutz“. Plane dafür Wochen ein: kurze, positive Übungen, Futter oder Spiel als Belohnung, und abbrechen, sobald der Hund unsicher wirkt.
Dog+ ist ein Kapselgehörschutz für Hunde mit SNR 27 dB (H 29 / M 26 / L 19), erhältlich in den Größen XS–L für 89,95 €: Dog+ in XS–L (89,95 €). Dog+ GOLD in XXS–L (99,95 €) dämpft akustisch gleich und bietet zusätzlich die Größe XXS für sehr kleine Hunde. Miss den Kopf deines Hundes vor der Bestellung nach der Anleitung auf der Produktseite. Passt die Größe nicht, hilft dir der Größentausch, und es gilt eine 40-Tage-Geld-zurück-Garantie.
Sei dabei ehrlich zu dir: Die Dämpfung hängt von der Frequenz ab, und tiefe Töne werden am wenigsten gedämpft. Der dumpfe Böllerschlag kommt deshalb am deutlichsten durch. Dog+ senkt den Lärm, der am Ohr ankommt, schaltet ihn aber nicht aus. Dein Hund trägt den Gehörschutz nur unter deiner Aufsicht, nie allein, und du prüfst Sitz, Druck, Atmung und Temperatur. Viele Hunde bleiben damit entspannter, eine Garantie dafür gibt es nicht.
Und du selbst? Gehörschutz für dich auf dem Volksfest
Auch deine eigenen Ohren verdienen Schutz, wenn du stundenlang neben Musikanlagen und Böllern stehst. Dafür gibt es eigene Ohrstöpsel für Menschen, mit denen du die Musik weiter hörst, nur leiser: Gehörschutz für dich auf dem Volksfest.
Wann sprichst du mit der Tierärztin oder dem Tierarzt?
Wenn dein Hund auf Knall und Lärm immer wieder sehr ängstlich reagiert, sich tagelang nicht beruhigt, nicht mehr frisst oder du über Medikamente nachdenkst, sprich vorher mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Der Tierschutzbund rät, Medikamente nur einzusetzen, wenn es unbedingt nötig ist, und sie nicht als Ersatz für gezieltes Geräuschtraining zu sehen. Bei Verhaltensproblemen ist ein Verhaltenstierarzt oder eine Hundetrainerin die richtige Adresse.
Ein Festtag muss für deinen Hund kein Stresstag sein. Mit einem ruhigen Platz zu Hause, guter Vorbereitung und einem Plan für den Notfall kommt ihr beide durch die Festsaison.
Häufige Fragen zum Hund auf Schützenfest und Volksfest
Häufige Fragen zum Hund auf Schützenfest und Volksfest
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