Gehörschutz im Musikverein: Was Blasmusiker und Orchestermusiker wirklich brauchen

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Das Wichtigste in Kürze

Ja. Ein volles Tutti in Blaskapelle oder Orchester erreicht regelmäßig 95 bis 112 dB(A), und wer vor Blech oder Schlagzeug sitzt, liegt oft deutlich darüber – mehrmals pro Woche, zwischen Probe und Auftritt. Die DGUV-Präventionsleitlinie „Gehörschutz für Musiker“ existiert genau deshalb, auch wenn Musizieren im Verein ein Hobby ist und kein Beruf.
Trompete und Posaune erreichen am Ohr des Spielers etwa 95 bis 105 dB, Horn und Klarinette liegen ähnlich. Schlagzeug und Becken können auf 100 bis 120 dB und mehr ausschlagen. Die SUVA-Schallpegeltabelle für die Musikindustrie nennt Schlagzeuger sowie Blech- und Holzbläser als am stärksten belastet – und alle, die direkt davor sitzen, gleich mit.
Ja, und genau das übersehen die meisten. Ein einzelnes lautes Konzert ist selten das Problem. Zwei Proben, ein Konzert und ein Umzug in derselben Woche sind eine kumulative Belastung – und Lärmschäden entstehen über die Dosis, nicht über den einzelnen Moment.
Die Nutzungsquote in Orchestern wird auf etwa 15 bis 20 % geschätzt. Der Hauptgrund ist der Okklusionseffekt: Verschlossene Gehörgänge lassen die eigene Stimme oder das eigene Instrument laut und fremd im Kopf klingen. Dazu kommt, dass man den Dirigenten und die Nachbarstimme hören muss. Das ist ein echtes, lösbares Problem – kein Grund, ganz darauf zu verzichten.
Billiger Schaumstoff schon, weil er ungleichmäßig dämpft und gerade die hohen Frequenzen am stärksten schluckt – genau die, die für Intonation und Klangbild wichtig sind. Ein passiver, wiederverwendbarer Filterstöpsel senkt die Gesamtlautstärke, ohne den Klang unkenntlich zu machen: Du hörst die Musik weiterhin, nur leiser. Nach ein bis zwei Proben hat man sich daran gewöhnt.
Wiederverwendbare Silikon-Ohrstöpsel mit dokumentiertem Dämmwert, die man fünf Minuten vor der Probe einsetzt und danach wieder herausnimmt – ohne Abdrucktermin beim Hörakustiker. Music SoundPRO (SNR 24 dB, passiv, wiederverwendbar) ist genau das für den Probenalltag. Wer langfristig hauptberuflich oder semiprofessionell spielt, kann später eine angepasste Otoplastik in Betracht ziehen.

In Deutschland proben rund 1,3 Millionen Menschen in etwa 13.500 Musikvereinen und Blaskapellen – eine Breite an Amateurmusik, die es in dieser Form kaum irgendwo sonst gibt. Wöchentliche Proben, Konzerte, Kirchweih- und Erntedank-Umzüge, Wertungsspiele: Wer im Verein Blasinstrumente oder Schlagzeug spielt, sitzt regelmäßig direkt vor Schallquellen, die ein volles Tutti auf 95 bis 112 dB(A) bringen. Die DGUV und die Schweizer SUVA behandeln das Musizieren im Ensemble als reale Lärmbelastung – unabhängig davon, ob dafür bezahlt wird oder nicht.

Bei Bollsen sind wir auf Gehörschutz spezialisiert. Unsere Silikon-Ohrstöpsel werden in Deutschland getestet, unabhängig zertifiziert und von über 1.000.000 Menschen genutzt. Dieser Guide zeigt, warum Musikverein und Orchester lauter sind, als es sich anfühlt, was DGUV und SUVA dazu sagen, und wie ein passiver Filterstöpsel wie Music SoundPRO in den Probenalltag passt, ohne dass du das Ensemble weniger hörst. Einen Überblick über das ganze Thema findest du unter Ohrstöpsel für Musik, eine Einordnung nach Instrument und Einsatzbereich im Guide Musiker-Gehörschutz.

Warum ist der Musikverein lauter, als man denkt?

Nicht nur das Instrument macht Lärm, sondern auch der Raum. Probenräume und Vereinsheime sind oft klein, niedrig und hallig – der reflektierte Schall addiert sich zum direkten und erhöht die Belastung über das hinaus, was das Instrument allein im Freien erzeugen würde. Ein volles Tutti liegt dabei regelmäßig zwischen 95 und 112 dB(A), ein großes Orchester kann laut Berichten bis zu 112 dB erreichen. Zum Vergleich: Eine Rockband mit Verstärkern kommt auf bis zu 130 dB – der Musikverein liegt darunter, aber immer noch deutlich über der 85-dB(A)-Grenze.

Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung verpflichtet Arbeitgeber, ab 80 dB(A) Gehörschutz anzubieten und ab 85 dB(A) dessen Nutzung sicherzustellen. Das Musizieren im Verein ist für die meisten Mitglieder rechtlich keine Arbeit im Sinne des Arbeitsschutzes – die Physik der Belastung ist trotzdem dieselbe. Dein Innenohr unterscheidet nicht zwischen Hobby und Beruf.

Wie laut sind Blasinstrumente, Schlagzeug und dein Sitzplatz wirklich?

Nicht jeder Platz im Verein ist gleich laut. Trompete und Posaune liegen am Ohr des Spielers bei etwa 95 bis 105 dB, Horn und Klarinette ähnlich. Schlagzeug und Becken schlagen mit 100 bis 120 dB aus, mit kurzen Spitzen noch darüber. Flöte und Piccolo erzeugen scharfe, hochfrequente Pegel – ein Ärztezeitungs-Bericht vergleicht die Belastung einer Piccolo-Spielerin am eigenen Ohr mit der einer Kreis- oder Motorsäge. Die SUVA-Schallpegeltabelle für die Musikindustrie nennt Schlagzeuger sowie Blech- und Holzbläser als die am stärksten exponierten Rollen – und alle, die direkt davor sitzen, gleich mit.

Wer in der zweiten Reihe hinter dem Blech sitzt, unterschätzt die eigene Belastung oft am meisten: Man spielt selbst leiser, sitzt aber trotzdem im direkten Schallfeld der Nachbarstimme.

Balkendiagramm: Dezibel-Werte für Horn, Trompete, Posaune, Flöte, Piccolo, Schlagzeug und volles Tutti im Musikverein
Richtwerte am Ohr des Spielers im Probenraum. Ab 85 dB(A) gilt die Gehörschutz-Schwelle der LärmVibrationsArbSchV.

Probe, Konzert, Umzug – warum sich die Wochenbelastung summiert

Eine wöchentliche Probe von anderthalb bis zwei Stunden, dazu ein Sonntagskonzert, ein Kirchweih- oder Erntedank-Umzug und in mancher Saison ein Wertungsspiel: Das ist keine einzelne laute Stunde, sondern eine wiederkehrende Belastung über die ganze Woche. Lärmschäden entstehen über die Dosis, also über Pegel mal Dauer, nicht über einen einzelnen Spitzenwert – genau die Logik, die DGUV und SUVA bei beruflicher Lärmexposition anlegen, hier angewendet auf ein Hobby mit wöchentlichem Rhythmus.

Wer nur beim „lauten“ Konzert zum Gehörschutz greift, übersieht den größten Teil der eigenen Wochendosis – die entsteht meistens im Probenraum, nicht auf der Bühne.

Warum trägt kaum jemand im Musikverein Gehörschutz?

Die Nutzungsquote in Orchestern liegt Schätzungen zufolge bei nur etwa 15 bis 20 %. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Der Okklusionseffekt lässt die eigene Stimme oder das eigene Instrument bei verschlossenem Gehörgang laut und dumpf im Kopf klingen. Man muss den Dirigenten hören, die Nachbarstimme, den Gesamtklang. Und wenn niemand in der eigenen Reihe Stöpsel trägt, fühlt es sich schnell wie eine Ausnahme an, nicht wie eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.

Das Ziel ist dabei nie, die Musik auszublenden. Es geht darum, eine 105-dB-Bühne auf ein sicheres, weiterhin hörbares Level zu bringen. Genau das empfiehlt die DGUV-Präventionsleitlinie für Musiker: gefilterten Gehörschutz statt vollständig blockierendem Schaumstoff.

Wichtig ist auch die richtige Erwartung: Gehörschutz schützt vorbeugend, bevor ein Schaden entsteht. Er kann einen bereits bestehenden Hörverlust oder Tinnitus nicht rückgängig machen – deshalb lohnt sich der Griff zum Stöpsel schon in der nächsten Probe, nicht erst, wenn sich die Ohren nach einem lauten Wochenende bereits merkwürdig anfühlen.

Welcher Gehörschutz passt zum Probenraum und zur Bühne?

Ein passiver Filterstöpsel dämpft nicht über alle Frequenzen exakt gleich – die Dämpfung steigt physikalisch mit der Frequenz an. Die ehrliche Beschreibung lautet deshalb schlicht: Du hörst die Musik weiterhin, nur leiser. Für den Probenalltag reicht das völlig, solange der Stöpsel dich nicht komplett abschottet.

Der Music SoundPRO ist ein passiver Ohrstöpsel mit zwei Lamellen aus medizinischem Silikon, SNR 24 dB, bis zu 100-mal wiederverwendbar, waschbar und mit Alu-Case für die Instrumententasche – für 26,95 €. Für alle, die mehrmals pro Woche proben oder auftreten und den bestmöglichen Sitz ohne Otoplastik-Abdruck wollen, gibt es den Music SoundPRO mit AR KI TECH: Universal-Fit mit AR-KI-Tech-Ohrvermessung für optimalen Sitz, 38,95 €.

Wer hauptberuflich oder semiprofessionell spielt und über Jahre hinweg regelmäßig probt, kann zusätzlich eine individuell angepasste Otoplastik ab etwa 120 € in Betracht ziehen. Für den normalen Vereinsalltag ist ein wiederverwendbarer Universal-Stöpsel wie SoundPRO die praktischere und günstigere Lösung.

Was sagen DGUV und SUVA zum Gehörschutz für Musiker?

Die DGUV-Präventionsleitlinie „Gehörschutz für Musiker“ gibt es seit 2013 genau aus diesem Grund: Musiker brauchen Schutz, der den Pegel am Ohr in Richtung 80 bis 85 dB(A) senkt, ohne die Wahrnehmung von eigenem Instrument, Nachbarstimme und Dirigat zu verhindern. Die Schweizer SUVA führt in ihrer Schallpegeltabelle für die Musikindustrie Schlagzeuger sowie Blech- und Holzbläser als am stärksten belastete Rollen und empfiehlt gefilterten Gehörschutz.

Laut Berichterstattung der Ärztezeitung zeigt etwa jeder dritte Orchestermusiker nach zehn Jahren im Ensemble eine messbare Verschlechterung des Hörvermögens, Streicher und Bläser besonders häufig. Anders als in der Schweiz gilt Lärmschwerhörigkeit bei Musikern in Deutschland zudem nicht als anerkannte Berufskrankheit – ein weiterer Grund, warum Eigenschutz hier besonders zählt: Ein institutionelles Sicherheitsnetz für Vereinsmusiker gibt es schlicht nicht.

Wer im Verein spielt, steht oft auch abseits der Probe im Lärm – etwa als Besucher beim Open Air oder Stadtfest. Für die Zuschauerseite gilt eine ähnliche Logik, ausführlicher erklärt im Guide Gehörschutz beim Konzert.

Musikverein und Orchester sind eine echte, wiederkehrende Lärmbelastung – nicht, weil irgendjemand etwas falsch macht, sondern weil Probenraum, Blech und Schlagzeug das so mit sich bringen. Ein passiver Filterstöpsel wie Music SoundPRO lässt dich im Ensemble weiterspielen, den Dirigenten und die Nachbarstimme hören und bringt die lautesten Passagen auf ein sichereres Level. Schütz dein Gehör, bevor ein Schaden entsteht – danach lässt er sich nicht mehr rückgängig machen. Teste SoundPRO risikofrei für deine nächste Probe.