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Wichtige Erkenntnisse
Meist reicht es, den Kopf mit dem betroffenen Ohr nach unten zu neigen, am Ohrläppchen zu ziehen und die Schwerkraft arbeiten zu lassen. Danach trocknest du nur die Ohrmuschel außen mit einem weichen Handtuch.
Oft löst sich das Wasser innerhalb von Stunden von selbst. Steckt es nach ein bis zwei Tagen noch im Ohr, ist ein Besuch beim HNO-Arzt der sichere nächste Schritt.
Keine Wattestäbchen, Finger oder anderen Gegenstände in den Gehörgang stecken und keine selbst gemischten Tropfen eingießen. Auch kräftiges Schnäuzen oder Pusten gegen die Nase ist keine gute Idee.
Ja, vorsichtig: niedrigste Stufe, warme (nicht heiße) Luft und mindestens eine Armlänge Abstand. Die Luft soll nur über die Ohrmuschel streichen.
Bei Schmerzen, Ausfluss, Juckreiz mit Rötung, plötzlich schlechterem Hören oder wenn das Wasser nach ein bis zwei Tagen nicht weicht. Gleiches gilt bei Paukenröhrchen oder einem bekannten Loch im Trommelfell.
Gut sitzende Schwimm-Ohrstöpsel wie Watersafe+ helfen, Wasser vom Gehörgang fernzuhalten. Sie sind wasserabweisend und wiederverwendbar.
Nach dem Schwimmen oder Duschen kitzelt es im Ohr, alles klingt gedämpft, und es fühlt sich an, als stünde das Wasser noch im Gehörgang. Das ist unangenehm, aber meistens harmlos. In diesem Ratgeber findest du sechs sanfte Methoden, um Wasser im Ohr rauszubekommen, eine klare Liste dessen, was du lassen solltest, und die Anzeichen, bei denen der Weg zum HNO-Arzt gehört.
Wenn es dir eher darum geht, Wasser gar nicht erst in den Gehörgang zu bekommen, lies unseren Beitrag, wie du Wasser von vornherein draußen halten kannst. Eine Übersicht zum ganzen Thema bietet die Seite Ohrstöpsel für Wasser.
Warum bleibt Wasser im Ohr hängen?
Der Gehörgang ist kein gerades Rohr, sondern leicht gebogen und innen eng. Ein Wassertropfen kann dort durch die Oberflächenspannung haften bleiben, besonders wenn der Gehörgang schmal ist oder sich viel Ohrenschmalz angesammelt hat. Ohrenschmalz gehört übrigens zum natürlichen Schutz des Gehörgangs und sollte nicht ausgepult werden.
Typisch sind ein Kribbeln, ein Druck- oder Völlegefühl und dumpfes Hören. Bleibt der Gehörgang lange feucht, kann die Haut gereizt werden. Mehr dazu, wie eine Schwimmerohrentzündung entsteht, erfährst du in unserem Beitrag zum Schwimmerohr.
Wasser im Ohr rausbekommen: 6 sanfte Methoden
Alle Methoden hier kommen ohne Hilfsmittel im Gehörgang aus. Probiere sie in dieser Reihenfolge und sei dabei geduldig.
1. Kopf neigen und am Ohrläppchen ziehen
Neige den Kopf zur Seite, sodass das betroffene Ohr nach unten zeigt. Ziehe das Ohrläppchen sanft nach hinten und unten, damit sich der Gehörgang streckt. Wiege den Kopf ein paar Mal leicht hin und her. Das nutzt einfach die Schwerkraft, ist an jedem Ort möglich und gilt als erste Wahl.
2. Auf die Seite legen
Lege dich für einige Minuten mit dem betroffenen Ohr nach unten auf ein sauberes, trockenes Handtuch. Das Wasser kann so langsam abfließen, ohne dass du etwas tun musst.
3. Kiefer bewegen
Kauen, Gähnen oder ein weites Öffnen und Schließen des Mundes bewegt die Gewebe rund um den Gehörgang. Dadurch kann sich ein Wassertropfen lösen. Ein Stück Kaugummi hilft dabei, wenn du unterwegs bist.
4. Das Außenohr abtrocknen
Tupfe die Ohrmuschel und den Rand des Gehörgangseingangs mit einem weichen, trockenen Handtuch ab. Das Handtuch bleibt dabei außen. Wickle es nicht um den Finger und schiebe nichts in den Gehörgang.
5. Warmes Tuch auflegen
Halte ein warmes, gut ausgewrungenes Tuch etwa 30 Sekunden gegen die Ohrmuschel und neige danach den Kopf zur Seite. Die Wärme fühlt sich angenehm an. Das Tuch soll warm sein, nicht heiß.
6. Warme Luft aus dem Föhn
Stelle den Föhn auf die niedrigste Stufe und die mildeste Wärme. Halte ihn mindestens eine Armlänge vom Ohr entfernt und bewege ihn leicht hin und her, während du das Ohrläppchen sanft nach unten ziehst. Die warme Luft lässt Restfeuchtigkeit am Gehörgangseingang verdunsten. Beende die Anwendung sofort, wenn es unangenehm heiß wird.
Was du lieber lassen solltest
- Wattestäbchen, Finger, Haarnadeln oder Ohrkerzen: Sie schieben Wasser und Ohrenschmalz tiefer hinein und können Haut und Trommelfell verletzen.
- Selbst gemischte Tropfen: Essig, Alkohol oder Öl gehören nicht ungefragt ins Ohr. Wenn Tropfen sinnvoll sind, verordnet sie dir die Ärztin oder der Arzt.
- Kräftiges Pusten oder Schnäuzen: Zu viel Druck belastet das Trommelfell. Der Gehörgang soll sich von selbst entleeren.
- Heiße Luft oder zu geringer Abstand beim Föhnen: Die Haut im Gehörgang ist empfindlich.
- Experimente nach dem Tauchen mit Druckschmerz: Hier steckt oft kein Wasser, sondern ein Druckproblem dahinter. Das gehört in ärztliche Hände.
Mehr Hintergrund dazu liefert auch die Apotheken Umschau.
Wann du zum HNO-Arzt gehen solltest
In den meisten Fällen verschwindet das Gefühl innerhalb von Stunden. Suche ärztlichen Rat, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:
- Schmerzen im Ohr, besonders beim Berühren oder Ziehen an der Ohrmuschel
- Ausfluss aus dem Ohr oder Juckreiz mit Rötung
- plötzlich deutlich schlechteres Hören, Ohrgeräusche oder Schwindel
- das Wasser ist auch nach ein bis zwei Tagen noch zu spüren
- Fieber zusammen mit Ohrenbeschwerden
Besondere Vorsicht gilt bei Paukenröhrchen oder einem Loch im Trommelfell. Wenn du das weißt oder vermutest, probiere nichts auf eigene Faust aus, sondern sprich vorher mit deinem HNO-Arzt. Informationen dazu findest du unter Kann man mit Paukenröhrchen schwimmen? und im Beitrag zu Gehörschutz bei einem perforierten Trommelfell. Allgemeines zu einer Trommelfellperforation hält auch HNO-Ärzte im Netz bereit. Wenn nach dem Schwimmen Schmerzen aufkommen, hilft der Beitrag Ohrenschmerzen nach dem Schwimmen bei der Einordnung.
Beim nächsten Mal Wasser draußen halten
Wer oft schwimmt, taucht oder lange duscht, kennt das Problem. Gut sitzende Schwimm-Ohrstöpsel helfen, Wasser vom Gehörgang fernzuhalten. Watersafe+ ist dafür gemacht: wasserabweisend, wiederverwendbar und mit 24 dB SNR (EN 352-2). Er eignet sich für Schwimmen und Wassersport an der Oberfläche, nicht für das Tauchen in der Tiefe.
Ob Ohrstöpsel oder Badekappe besser passen, welche Bauformen es gibt und welche Modelle wir für Schwimmer empfehlen, erklären wir in unseren Beiträgen zu den besten Ohrstöpseln zum Schwimmen und zu den Arten von Ohrstöpseln zum Schwimmen. Wie du Schwimmerohr vorbeugen kannst, behandeln wir im gleichnamigen Ratgeber.
Nach jedem Baden hilft zusätzlich die einfache Routine aus den Methoden 1 und 4: Kopf neigen, Ohrläppchen ziehen, Außenohr abtupfen.
Fazit
Wasser im Ohr ist lästig, aber in der Regel kein Notfall. Neige den Kopf, ziehe am Ohrläppchen, lasse die Schwerkraft arbeiten und trockne nur das Außenohr. Alles, was in den Gehörgang geht, bleibt tabu. Wenn Schmerzen, Ausfluss oder ein anhaltendes Druckgefühl dazukommen, ist der HNO-Arzt die richtige Adresse. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.
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